Das Mas

Das Mas des Olives stammt aus dem späten 17. Jahrhundert.

In mehr als drei Jahrhunderten hat dieses Haus vieles erlebt. Es soll einst ein Kloster gewesen sein, später eine Seidenmanufaktur und schliesslich ein Bauernhaus inmitten von Weinbergen, in dem auch Landarbeiter lebten.

Man erzählt auch, dass hier früher viel gesungen wurde. Das gefällt uns besonders, denn Musik gehört bis heute ganz selbstverständlich zum Leben im Mas.

Im Mas liegt eine besondere Ruhe. Es ist friedlich, ohne still zu sein, lebendig, ohne laut zu werden – ein Ort, an dem man sich schnell wohlfühlt.

Vielleicht macht gerade das seinen Charme aus: Das Mas drängt sich nicht auf. Es gibt Raum, lässt Menschen ankommen und einfach sie selbst sein. Es ist ein vertrauter Ort, an den man gerne zurückkehrt.

Der Garten

Der Garten gehört zu den grossen Schätzen des Mas.

Alte Bäume spenden Schatten, Blumen und Pflanzen verändern ihn mit den Jahreszeiten, und überall gibt es kleine Plätze, an die man sich zurückziehen kann: zum Lesen, Träumen, Nachdenken oder einfach zum Nichtstun. Ein Stuhl unter einem Baum, eine Bank in der Sonne, eine geschützte Ecke – irgendwo findet sich immer ein Lieblingsplatz.

Etwas ganz Besonderes ist unsere eigene Quelle. Eine eigene Quelle zu haben, ist in der Provence alles andere als selbstverständlich. Für uns ist sie ein kostbares Geschenk. Sie versorgt den Garten mit Wasser und trägt wesentlich dazu bei, dass er so grün, üppig und auch im Sommer angenehm frisch bleibt.

Der Garten ist nie ganz derselbe. Er wächst, blüht und verändert sich mit den Jahreszeiten. Was dabei so leicht und selbstverständlich wirkt, braucht viel Aufmerksamkeit, Geduld und Pflege. So darf er sich Jahr für Jahr weiterentwickeln.

Es ist ein Garten, den man nicht nur anschaut.
Es ist ein Garten, in dem man lebt.

Der Olivenhain

Der Olivenhain gehört zur Seele des Mas.

Rund um das Anwesen wachsen heute mehr als 700 Olivenbäume. Viele stehen schon seit Jahren hier, andere sind noch jung. In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche neue Bäume gepflanzt – auch für die Generationen nach uns. Denn Olivenbäume brauchen Zeit. Wer einen pflanzt, denkt immer auch über die eigene Zeit hinaus.

Jeden Herbst ist Olivenernte. Gemeinsam mit den «Amis du Mas des Olives» pflücken wir die Früchte von Hand. Manche unserer Freunde reisen dafür von weit her an und schenken uns etwas besonders Wertvolles: ihre Zeit.

Wir arbeiten zusammen, sitzen gemeinsam am Tisch, lachen viel und lösen zwischen zwei Olivenbäumen gelegentlich auch noch die Probleme dieser Welt.

Aus unserer Ernte entsteht das biologische Olivenöl des Mas, das wir nur in kleinen Mengen herstellen lassen.

Für uns erzählt der Olivenhain von Zeit, Freundschaft und dem, was bleibt.

Die Kunst

Kunst ist im Mas Teil des Alltags.

Wer durch Haus und Garten geht, begegnet immer wieder Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler aus Frankreich und anderen Ländern. Daneben finden sich besondere Stücke, die wir im Laufe der Jahre auf Flohmärkten, auf Reisen oder ganz zufällig entdeckt haben.

Auch im Garten stehen Skulpturen zwischen Bäumen, Pflanzen und alten Mauern. Manche fallen sofort ins Auge, andere entdeckt man vielleicht erst beim zweiten oder dritten Rundgang. Genau das gefällt uns: Kunst darf überraschen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Die Zimmer und Wohnungen sind bewusst zurückhaltend eingerichtet. Wir möchten ihnen Luft und Raum lassen.

Designklassiker stehen neben Möbeln aus anderen Ländern, alten Fundstücken und ausgewählten Kunstwerken. Wir mögen ungewöhnliche Kombinationen, Kontraste und Dinge, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht zusammengehören – und gerade deshalb miteinander funktionieren. Unser Stil ist persönlich und nie ganz abgeschlossen.

Die wohl schönste Kulisse schafft allerdings die Natur selbst: der Garten, die alten Bäume, die Mauern des Mas und vor allem das Licht der Provence, das Farben und Räume im Laufe des Tages immer wieder neu erscheinen lässt.

Im Mas wird Kunst nicht inszeniert.
Sie gehört einfach dazu.

Das Team

Das Mas lebt auch von den Menschen, die hier mitwirken. Sie kennen diesen Ort gut, sind mit ihm verbunden und tragen auf ihre eigene Weise zu seiner Atmosphäre bei.

Alle arbeiten selbstständig und mit viel Aufmerksamkeit. Wir unterstützen einander, springen ein, wenn es nötig ist, und finden meist unkompliziert eine Lösung. Wichtig ist uns, dass sich im Mas alle wohlfühlen – und dass man spürt, wie gerne wir tun, was wir tun.

Die Grenzen zwischen den Aufgaben sind dabei fliessend. So kann es gut sein, dass du derselben Person einmal bei der Gartenarbeit begegnest, ein anderes Mal während einer Klangreise, am Pool, mit einer Gitarre in der Hand oder sogar bei einem spontanen Slam. Unterschiedliche Talente, Ideen und Persönlichkeiten gehören bei uns einfach zusammen.

Wir sind da, wenn du uns brauchst, und lassen dir Raum, wenn du deine Ruhe geniessen möchtest. Diese Mischung aus Aufmerksamkeit und Freiheit gehört für uns zum Mas – unkompliziert, persönlich und lebendig.

Wir nehmen unsere Aufgaben ernst – uns selbst aber nicht immer.

Unsere Tiere

Tiere gehören zum Leben im Mas des Olives.

Unsere Katzen bewegen sich frei zwischen Haus, Garten und Olivenhain: Sorbas, Lou, Natzu, Lila, Yuma und Yuki. Und dann gibt es noch Flo, unseren treuen Besucher, der längst ebenfalls seinen festen Platz bei uns hat.

Jede unserer Katzen hat ihren eigenen Charakter, ihre Gewohnheiten und ihre Lieblingsplätze. Manche beobachten das Geschehen lieber aus sicherer Entfernung, andere suchen die Nähe unserer Gäste. Auf ihre ganz eigene Art gehören sie alle zur Atmosphäre des Mas.

Wir lieben Tiere und begegnen ihnen mit viel Respekt. Deshalb sind auch die Tiere unserer Gäste herzlich willkommen. Wir bitten lediglich darum, Hunde im Garten an der Leine zu führen und auf unsere Tiere, die anderen Gäste und die Ruhe des Mas Rücksicht zu nehmen.

Im Mas teilen Menschen und Tiere ganz selbstverständlich denselben Lebensraum.